Die Brombeere - Rubus fruticosus
- Jana Svensson
- 15. Aug. 2021
- 2 Min. Lesezeit

Jeder kennt sie und vielen Gärtnern ist sie ein Dorn (oder Stachel :) im Auge. Doch ich liebe dieses stachelige Gewächs, welches uns im Hochsommer mit seinen leckeren dunkelrot-schwarzen Beeren beglückt.
Erkennungsmerkmale:
Die Brombeere ist eine zweijährige Pflanze mit Stacheln. Sie hat 3-5zählig gefiederte Blätter, welche oben grün und an der Unterseite meist grau-weiß behaart sind. Die Blütezeit ist von Juni-Juli und zeigt sich in weiß bis hellrosa. Sie gehört zur Familie der Rosengewächse und zeigt fünfzählige radiäre Blütenblätter. Die Brombeere bildet im Juli bis August ihre dunkelrot-schwarzen Beeren aus.
Standort:
Das Vorkommen der Brombeere ist überwiegend in Wäldern, Waldrändern und Hecken. Sie bildet oftmals eine undurchdringbare Hecke und kann andere Vegetation unterdrücken.
Brauchtum:
Schon in der Antike wurde die Brombeere als Tee und Heilpflanze verwendet. Die alten Römer kauten die fischen Brombeerblätter, um ihr Zahnfleisch zu stärken.

Inhaltsstoffe:
Gerbstoffe, Flavonoide, Fruchtsäure, Vitamin C, Triterpensäure, wenig ätherisches Öl
Anwendung:
Die Brombeere ist sehr Gerbstoffhaltig und wird aufgrund dessen gegen leichte Durchfallerkrankungen als Tee angewendet. Die Blätter werden zur Blütezeit (Juni-Juli) gesammelt und getrocknet. Der Tee hat einen angenehmen Geschmack und findet sich häufig in verschiedenen Mischungen. Die Brombeerblätter haben in Teemischungen zudem die Eigenschaft, mit den kleinen Stacheln, die verschiedenen Komponenten zusammenzuhalten und somit ein gutes Mischungsverhältnis zu gewährleisten. Dennoch sollten die Blätter durch ein Sieb gegeben werden, damit keine Stacheln im Tee mitgetrunken werden.
Bei Entzündungen der Mundschleimhaut, kann mit einem starken Brombeertee gegurgelt werden. Die Anwendung gegen Durchfallerkrankungen und Entzündungen der Mundschleimhaut wurden durch die Kommission E belegt (bitte bei länger andauernder Erkrankung einen Arzt aufsuchen). Zudem wird die Brombeere in der Volksheilkunde auch bei chronischen Erkrankungen der Haut in Form von Waschungen eingesetzt.
Die Brombeerblätter können fermentiert werden und als koffeinfreier Schwarztee verwendet werden. Dafür werden die Blätter luftdicht leicht angetrocknet für 1-2 Tage. Sind die Blätter braun geworden werden sie daraufhin an der Luft fertig getrocknet. Dies sollte schnell geschehen (entweder bei hohen Temperaturen auf einem Trockengitter oder im Dörrautomat).
Die Früchte der Brombeere sind vitamin- und mineralstoffreich und wirken gegen freie Radikale.
Quellen:
Ursel Bühring: Lehrbuch Heilpflanzenkunde, 5. Auflage
Dr. Patricia Purker: Handbuch Heilpflanzen Akademie
Kosmos Naturführer (Hrsg.): Der Kosmos Heilpflanzenführer
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