gewöhnlicher Meerrettich - Armoracia rusticana
- Jana Svensson
- 11. Nov. 2021
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 4. Feb. 2022
Der Meerrettich, oder auch Kren genannt, stammt ursprünglich aus Südosteuropa und wird heutzutage angebaut oder auch verwildert gefunden. Der Name gibt Aufschluss über seinen bevorzugten Standort in Meeresnähe.

Erkennungsmerkmale
Er gehört zur Familie der Kreuzblütengewächsen. Seine Blätter sind lanzettlich und stumpf gezahnt. Am Boden sind sie sehr groß und lang gestielt, die Blätter am Stängel sind wesentlich kleiner. Die Blüten weisen 4 weiße Kronblätter auf und sind circa 5-9mm groß. Die bekannte Meerrettichwurzel ist eine dicke Pfahlwurzel.
Standort
Der Meerrettich findet sich meist in Ufernähe, aber auch an Wegesrändern, Schuttplätzen und Ödflächen in fast ganz Europa.
Brauchtum
Früher wurden Gerichte häufig mit Meerrettich geschärft, denn dieser war relativ günstig und die meisten Menschen konnten sich keinen Pfeffer aus Indien leisten.
Inhaltsstoffe
Ätherische Senföle, Rhodanverbindungen, Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen, Vitamin C, B1, B2, B6

Wirkung
Die enthaltenen Senfölglykoside wirken schleimlösend und erleichtern das Abhusten. Zudem wirken sie antiviral, antibakteriell und fungizid. Die aufgenommene Meerrettichwurzel wirkt sowohl im Darm, wie auch in den Nieren und der Lunge. Zudem wird die Immunabwehr aktiviert, weshalb die Wirkung auch Vorbeugend bei den ersten Erkältungszeichen eingesetzt werden kann.
Anwendung
Verwendet wird überwiegend die frische Wurzel des Meerrettich, denn während der Trocknung verliert sie an Wirkstoffen. Für einen Hustensirup wird die frische Wurzel gerieben und mit Honig verrührt. Diese Mischung eine Nacht ziehen lassen und abseihen. Die Tagesdosis beträgt 20g und kann über den Tag verteilt eingenommen werden.
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