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Mistel – Viscum album

Aktualisiert: 12. Okt. 2021

Die Mistel ist besonders in den kälteren Jahreszeiten, wenn die Baumkronen lichte werden, gut zu erkennen. Über die Mistel gibt es viele Sagen und Bräuche. Früher wurden Misteln an die Türen und Hauswände gehängt, denn ihr wurde nachgesagt, dass sie gegen Feuer schützen soll. Zudem soll sie denjenigen Glück bringen, welche eine Mistel geschenkt bekommen. Auch heute noch gibt es einen Brauch, welcher zelebriert wird. Der Kuss unter einem Mistelzweig soll die Liebe besiegeln.

Erkennungsmerkmale

Die Mistel ist ein immergrüner Schmarotzer, welcher auf Laub- und Nadelbäumen wächst. Die Äste sind gabelig verzweigt. Die Blätter sind länglich-spatelig und ledrig. Die Mistel hat weißliche Scheinbeeren mit schleimig klebrigen Inhalt.


Inhaltsstoffe

Lektine, Viscotoxine, Flavonoide, Lignane, wasserlösliche Polysaccharide, Cyclitole, Triterpensäure


Wirkung

Es gibt eine belegte Wirkung hinsichtlich der Therapie bei entzündlichen Gelenkerkrankungen. Die Mistel weist Erfolge in der Krebsbehandlung vor, hier werden Mistelpräparate injiziert, insbesondere in der Rezidiv- und Metastasenprophylaxe. In der Volksheilkunde wird der Mistel eine blutdrucksenkende Wirkung nachgesagt sowie eine Besserung bei Kopfschmerzen und Arteriosklerose. Die Mistel gilt jedoch als leicht giftig und sollte nur in Fertig-Präparaten innerlich eingenommen werden. Interessant ist jedoch, dass die Giftigkeit je nach Baum, an dem die Mistel wächst, unterschiedlich ist. Hier sind Misteln an Obstbäumen weniger giftig als Misteln an Linden, Pappeln oder Ahornbäumen.


Anwendung

Die innerliche Anwendung sollte nur mittels Fertig-Präparaten erfolgen. Äußerlich kann die Mistel als Kaltauszug der Blätter für Wickel bei schmerzenden Gelenken angewendet werden





Quellen:

Ursel Bühring: mein erster Heilpflanzenkurs - Wissen und Rezepte für die Hausapotheke

Ursel Bühring: Lehrbuch Heilpflanzenkunde, 5. Auflage

Margot und Roland Spohn: Welche Blume ist das?

 
 
 

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